Arbeitsrecht für Arbeitnehmer

 

Für Sie als Arbeitnehmer hat das Arbeitsverhältnis eine existenzielle Bedeutung.

 

Daher sollten Sie sich bei allen Maßnahmen im Arbeitsverhältnis (Kündigung, Abmahnung, Aufhebungsvertrag, Zeugnis, etc.) oder bei Unklarheiten und Konflikten mit Ihrem Arbeitgeber rechtskundigen Rat von einem Rechtsanwalt für Arbeitsrecht einholen.

 

Wir setzen die notwendigen Maßnahmen für Sie konsequent und vertraulich um.

 

Wir werden auch vermittelnd und außergerichtlich für Sie tätig.

 

In manchen Fällen kann bereits außergerichtlich eine für beide Parteien sinnvolle Lösung gefunden werden. Kommt eine außergerichtliche Lösung nicht in Betracht, setzen wir Ihre Interessen konsequent im gerichtlichen Verfahren durch.

 

Bei der rechtlichen Interessenvertretung im Arbeitsrecht profitieren Sie von unserer Prozesserfahrung und der Betreuung einer Vielzahl arbeitsrechtlicher Mandate.

 

 

Hinweis für Arbeitnehmer 

Bei dem Erhalt einer Kündigung ist spätestens innerhalb einer Frist von 3 Wochen ab Kündigungszugang Klage gegen die Kündigung zu erheben, da  die Kündigung ansonsten rechtswirksam wird. D.h., dass auch eine grob rechtswidrige Kündigung nach Verstreichenlassen der Frist anschließend im Rechtsverkehr als rechtswirksam behandelt wird. Daher melden Sie sich umgehend nach Erhalt Ihrer Kündigung bei uns, um rechtzeitig die geeigneten Maßnahmen zu ergreifen.

 

 

 

Wir beraten Sie z.B. in den folgenden Bereichen

 

 

 

 

 

Abmahnung

 

Hat Ihr Arbeitgeber eine Abmahnung gegen Sie ausgesprochen?

 

Abmahnungen im Arbeitsverhältnis werden ausgesprochen, um ein vertragswidriges Verhalten des Arbeitnehmers zu rügen. Oftmals werden sie auch als vorbereitende Maßnahme von Kündigungen herangezogen. Wie Sie sich am besten zu verhalten haben, wenn Ihr Arbeitgeber eine Abmahnung gegen Sie  ausgesprochen hat, hängt vom Einzelfall ab.

 

Eine rechtmäßige Abmahnung hat gewissen Formerfordernissen zu entsprechen. Daher ist nicht jede „Abmahnung“ auch tatsächlich eine Abmahnung im rechtlichen Sinne.

 

Das Vorliegen einer Abmahnung/ mehrerer Abmahnungen ist Voraussetzung für den Ausspruch einer verhaltensbedingten Kündigung. Daher sprechen Arbeitgeber oftmals Abmahnungen aus taktischen Gründen aus, um eine Kündigung vorzubereiten.

 

Neben der Sicherung von Beweisen hinsichtlich des vorgefallenen Sachverhaltes gibt es verschiedene Möglichkeiten auf eine Abmahnung zu reagieren.

 

Z.B.

- durch Gegendarstellung

- mittels Klage auf Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte

- keine Reaktion/ nichts unternehmen

 

Welche Möglichkeit in Ihrem Fall die beste Variante ist, muss anhand der individuellen Situation, in der Sie sich befinden, ausgelotet werden.

 

Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf und wir prüfen, wie wir Ihnen am besten helfen können. 

 

 

 

Abfindung

 

Im deutschen Arbeitsrecht ist eine Abfindung die einmalige Geldzahlung des Arbeitgebers, die aus Anlass der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses geleistet wird.

 

Eine Abfindung kann ausgehandelt werden, wenn die Auflösung eines Arbeitsverhältnisses ansteht oder nachdem eine Kündigung durch den Arbeitgeber ausgesprochen wurde.

 

Da das Kündigungsschutzgesetz von seiner gesetzgeberischen Intention auf den Bestandsschutz des Arbeitsverhältnisses abzielt, besteht entgegen weitverbreiteter und irrtümlicher Meinung ein Anspruch auf eine Abfindung grundsätzlich nicht.

 

Die Zahlung und Höhe einer Abfindung ist Verhandlungssache.

 

Das Aushandeln einer Abfindung ist jedoch in vielen Fällen möglich, insbesondere dann, wenn die Chancen der Gegenseite im arbeitsgerichtlichen Prozess mit Risiken verbunden sind.

 

Die taktischen Möglichkeiten und Risiken eines Prozesses und der Möglichkeit der Durchsetzung einer angemessenen Abfindung loten wir als erfahrener Rechtsanwalt im Arbeitsrecht für Sie aus.

 

 

 

Arbeits-und Dienstverträge

 

Das genaue und detaillierte Aushandeln vertraglicher Vereinbarungen ist eine wichtige Grundlage für ein sicheres Arbeitsverhältnis.

 

Falsche Formulierungen oder Nichtregelungen können bei der Beendigung von Arbeitsverhältnissen zu ungerechten Ergebnissen, nicht nur in finanzieller Hinsicht, führen.   

 

Wir formulieren Ihren Arbeitsvertrag so, dass er im Rechtsverkehr wasserdicht ist.

 

Gerne prüfen wir auch die vertraglichen Regelungen Ihres Arbeitsvertrages auf dessen Wirksamkeit hin. Viele Klauseln in Arbeitsverträgen benachteiligen Arbeitnehmer in unangemessener Weise und sind daher unzulässig und nicht durchsetzbar. Die fachkundige Beratung und Investition in einen versierten Rechtsanwalt für Arbeitsrecht zahlt sich daher meist um ein Vielfaches aus. 

 

 

 

Arbeitszeugnis

 

Das Arbeitzeugnis stellt eine wichtige, wenn nicht sogar eine herausragende Bedeutung für das berufliche Fortkommen des Arbeitnehmers dar.

 

Neben dem Bewerbungsanschreiben und dem Lebenslauf kommt es in der Bewerbungsphase im Wesentlichen auf die vorgelegten Arbeitszeugnisse an.

 

Insbesondere auf die Vollständigkeit der Unterlagen legen viele Arbeitgeber großen Wert.

 

Die Zeugnissprache in Arbeitszeugnissen kann versteckte Formulierungen enthalten, die sich auf den ersten Blick nicht schlecht anhören, jedoch in der Zeugnissprache eine negative und daher ungenügende oder mangelhafte Leistungsbewertung darstellen.

 

Bei Zweifeln hinsichtlich Ihrer Leistungsbeurteilung, prüfen wir gerne die Bewertung und Inhalte Ihres Arbeitszeugnisses und den sich hinter missverständlichen Formulierungen versteckenden „Klartext“.

 

Wir prüfen, ob Ihr Arbeitszeugnis den formellen und inhaltlichen Anforderungen an ein qualifiziertes Arbeitszeugnis gerecht wird und erstellen ein für Sie und Ihre Zukunft profitables Zeugnis, welches Ihr berufliches Fortkommen fördert.

 

Wir vermitteln auch bei Zeugnisstreitigkeiten zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber und setzen notfalls auch die gewünschten Änderungen Ihres Arbeitszeugnisses auf dem Gerichtsweg durch.

 

 

 

Befristung von Arbeitsverhältnissen

 

Die Befristung von Arbeitsverhältnissen gibt Arbeitgebern bei der Personalplanung und Neueinstellung von Arbeitnehmern mehr Flexibilität.

 

Arbeitnehmer sollten die Chance, über ein befristetes Arbeitsverhältnis ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu erlangen, nicht gering schätzen.

 

Bei befristeten Arbeitsverträgen sind jedoch einige rechtliche Problembereiche zu beachten.

 

Arbeitnehmer wie Arbeitgeber sollten im Zweifel anwaltlichen Rat in Anspruch nehmen. Liegt eine unzulässige Befristung vor, ist die Folge, dass der befristete Arbeitsvertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen gilt und daher als unbefristetes Arbeitsverhältnis fortbesteht.

 

Eine anwaltliche Beratung kann sich hier in einigen Fällen durchaus lohnen, da der Arbeitnehmer bei einer unzulässigen Befristung in Betrieben mit mehr als 10 Arbeitnehmern unter das Kündigungsschutzgesetz fällt und eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses daher nur noch durch Kündigung und dem Vorliegen von  qualifizierten Kündigungsgründen gerechtfertigt ist.

 

Wichtig ist hier jedoch, dass auch innerhalb von drei Wochen nach dem Ende der Befristung eine Entfristungsklage vor dem Arbeitsgericht eingereicht wird, da ansonsten auch eine unzulässige Befristung als rechtswirksam behandelt wird.

 

 

 

Kündigung

 

Haben Sie von Ihrem Arbeitgeber eine Kündigung erhalten? Dann sollten Sie schnell reagieren.

 

Eine Kündigung wird innerhalb von drei Wochen nach ihrem Zugang rechtswirksam, wenn sie nicht innerhalb dieses Zeitraums Kündigungsschutzklage vor dem zuständigen Arbeitsgericht erheben.

 

Wir prüfen gerne Ihre Kündigung und ob es Sinn macht, sich gegen diese gerichtlich zur Wehr zur setzen.

 

Bei dem Ausspruch von Kündigungen gibt es eine Vielzahl gesetzlicher Vorschriften, die es einzuhalten gilt.

 

Daher sollten Sie die Kündigung Ihres Arbeitgebers keinesfalls einfach so hinnehmen, denn auch wenn Sie als Laie Ihre Kündigung möglicherweise für rechtmäßig halten, muss dies nicht bedeuten, dass die Kündigung aus formellen und materiellen Gesichtspunkten rechtlich wirksam ist.

 

Selbst wenn Sie nicht mehr in Ihren Betrieb zurück möchten, besteht evtl. die Möglichkeit, eine Abfindung für Sie auszuhandeln.

 

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate können wir Ihnen eine kompetente Rechtsberatung nur dringend empfehlen.

 

Die Investition in ein anwaltliches Erstberatungsgespräch zahlt sich in arbeitsrechtlichen Fällen meist um ein Vielfaches aus.

 

Wir vertreten Arbeitnehmer beginnend bei außergerichtlichen Verhandlungen mit dem Arbeitgeber bis hin zur Führung von Kündigungsschutzklagen vor allen deutschen Arbeitsgerichten, Landesarbeitsgerichten und vor dem Bundesarbeitsgericht.

 

Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf!

 

 

 

Schwangerschaft/ Mutterschutz und Elternzeit

 

Schwangere genießen einen besonderen Schutz.

 

So ist in der Regel eine Kündigung von Beginn der Schwangerschaft bis zu vier Monate nach deren Ende unzulässig, sofern der Arbeitgeber von der Schwangerschaft rechtzeitig unterrichtet wurde.

 

Vom Mutterschutzgesetz geschützt sind alle in einem Arbeitsverhältnis stehenden Frauen.

 

Zudem bestimmt es, dass werdende Mütter trotz eines vom Arzt ausgesprochenen Beschäftigungsverbots weiterhin ihren Durchschnittsverdienst erhalten. Weiter erhalten Mütter zu bestimmten Zeitpunkten Mutterschaftsgeld von den Krankenkassen sowie einen Zuschuss vom Arbeitgeber.

 

Die Elternzeit dauert maximal 3 Jahre, wobei sowohl Mütter wie Väter anspruchsberechtigt sind.

 

Voraussetzung für die Gewährung von Elternzeit ist die Stellung eines Antrags gegenüber dem Arbeitgeber, wobei verschiedene Fristen unbedingt einzuhalten sind.

 

Sollten Sie eine umfassende Rechtsberatung zum Thema „Rechte während der Schwangerschaft und zum Thema Elternzeit“ wünschen, sind wir gerne Ihr Ansprechpartner im Arbeitsrecht!

 

Kontakt

 

 

 

Gratifikationen

 

Gratifikationen oder auch Sonderzuwendungen genannt, sind Zuwendungen des Arbeitgebers zusätzlich zu Lohn und Gehalt aus einem bestimmten Anlass, die nicht zur Abgeltung der Arbeitsleistung gezahlt werden. Als Beispiele sind hier Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder Sonderzahlungen anlässlich eines Betriebsjubiläums zu nennen.

 

Ansprüche auf Zahlung solcher Gratifikationen ergeben sich entweder aus dem Arbeits- oder Tarifvertrag  oder aus der sogenannten betrieblichen Übung. Dies bedeutet, dass der Arbeitgeber über einen längeren Zeitraum solche Gratifikationen ohne Vorbehalt ausgezahlt hat und der Arbeitnehmer auf die weitere Zahlung solcher Gratifikationen vertrauen darf.

 

Zurückfordern kann der Arbeitnehmer eine ausgezahlte Gratifikation regelmäßig nur dann, wenn sog. Rückzahlungsklauseln im Vertrag enthalten sind oder bei der Auszahlung ein wirksamer Freiwilligkeitsvorbehalt des Arbeitgebers erklärt wurde.

 

Gerne prüfen wir für Sie, ob Ihnen ein Anspruch auf eine Gratifikation zusteht oder ob Rückzahlungsklauseln Ihres Arbeitsvertrages wirksam vereinbart wurden.

 

 

 

Urlaub

 

Der Urlaubsanspruch ergibt sich aus dem Bundesurlaubsgesetz und gilt für alle Arbeitnehmer, Auszubildende oder arbeitnehmerähnliche Beschäftigte. Als Mindesturlaub sind 24 Werktage vom Gesetzgeber vorgesehen, wobei jedoch zu beachten ist, dass auch Samstage Werktage sind. Anderweitige Vereinbarungen zu Gunsten des Arbeitnehmers sind selbstverständlich möglich.

 

Urlaub ist vom Arbeitgeber grundsätzlich  nach den Wünschen des Arbeitnehmers zu gewähren, es sei denn es stehen betriebliche Interessen entgegen. Unter mehreren Arbeitnehmern ist eine ordnungsgemäße Sozialauswahl zu treffen.

 

Sollte Ihr Arbeitgeber Ihnen unberechtigterweise keinen Urlaub gewähren, kann dieser mittels einer einstweiligen Verfügung gerichtlich durchgesetzt werden.

 

Steht die Beendigung des Arbeitsverhältnisses der Gewährung des Urlaubsanspruches entgegen, so ist dieser in Geld abzugelten. Gleiches gilt für Urlaub, der wegen Arbeitsunfähigkeit nicht genommen werden konnte.

 

Gerne überprüfen wir für Sie, ob Sie Anspruch auf Erholungsurlaub haben.

 

Auch bei Streitigkeiten über den Umfang des Urlaubs oder der zu zahlenden Vergütung, stehen wir Ihnen beratend zur Seite.

 

 

 

Mobbing / Bossing

 

Mobbing bezeichnet man als Schikanen am Arbeitsplatz. Hierunter fallen solche von Arbeitnehmern untereinander und solche, die von Vorgesetzten (Bossing) ausgeübt werden.

 

Mobbing kann ausgeübt werden durch:

 

Körperverletzungen, Abmahnungen, sexuelle Belästigungen, Versetzungen, üble Nachrede, Beleidigungen, Tätlichkeiten oder sonstige Schikanehandlungen in Gestalt von Isolation, Ausgrenzung oder übermäßige und kleinliche Kritik.

 

Während Mobbing selbst einen Straftatbestand nicht erfüllt, können die einzelnen Handlungen dies sehr wohl. So können Körperverletzungen und Angriffe auf die Ehre des Arbeitnehmers eine entsprechende Strafbarkeit begründen.

 

Abseits des Strafrechts hat der Arbeitgeber, ungeachtet ob das Mobbing von ihm oder seinen Angestellten ausgeht, gewisse Obhutspflichten seinen Arbeitsnehmern gegenüber.

 

So ist er verpflichtet, Mobbing unter den Mitarbeitern zu unterbinden (BAG, Urteil vom 12. September 2006 – 9 AZR 271/06). Dies führt dazu, dass der Arbeitgeber auch schadensersatzpflichtig ist, wenn nicht er, sondern seine Angestellten die Mobbinghandlungen begehen. Der Mobber selbst setzt sich einer möglichen fristlosen Kündigung aus.

 

Häufig sind die Mobbinghandlungen jedoch schwer nachweisbar.

 

Sofern vorhanden sollte der Betriebsrat über die Vorgänge informiert werden und das Mobbing-Opfer sollte ein Mobbing-Tagebuch/ Protokoll führen.

 

Wenn Sie ein Opfer von Mobbing sind, beraten wir Sie, wie Sie sich am besten arbeitsrechtlich zur Wehr setzen können.